Das Haus

 

Haus Frontansichthttp://www.knx-hausblog.de/wp-content/uploads/2011/05/20140720_213045.jpg 799w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />

……  soll ein paar spezielle Eigenheiten an sich haben. Da Anja’s Dad eine Elektrofirma betreibt, werden natürlich ein paar Gimmicks eingebaut, was Home-Automation betrifft. Ein KNX-Bus-System soll installiert werden. Damit sind so einige Sachen möglich, die einem das Leben erleichtern.

Der Stein

T8 MW von Wienerbergerhttp://www.knx-hausblog.de/wp-content/uploads/2011/05/t8_mw1-300x265.jpg 300w" sizes="(max-width: 308px) 100vw, 308px" />

Der Stein ist ein T8-MW von Wienerberger. Dieser Stein ist mit Mineralwolle gefüllt, und hat hervorragende pysikalische Eigenschaften. Er hat alle typischen Vorteile von Poroton (Gute Feuchtigkeitsaufnahme, natürlicher Baustoff, keine Außendämmung aus Styropor nötig, Styropor setzt krebserregendes Gasol frei, und noch ein paar andere Eigenschaften). Der Stein wird im Dünnbettverfahren gemauert, zwischen den Steinen wird mit einer Mörtelreihe der Dünnbettmörtel, sowie eine Lage Glasfaservlies aufgetragen (Diese Schicht verhindert das Zirkulieren der Luft bzw. Wärme innerhalb der Röhren des Steins, damit kann keine Nässe angezogen werden)

Nachteile: viel Beton und Stahl nötig, da der Stein eine geringe Tragfähigkeit hat. Außerdem ist der Stein nicht so einfach zu verarbeiten, da er sehr filigran ist und schnell kaputt geht. Er wird deshalb von Maurern auch scherzhaft „Krümelkeks“ genannt. Bei dem Stein müssen recht genaue Details eingehalten werden, was Wärmebrücken angeht. Eine gute Vorplanung ist bei monolithischer Bauweise daher sehr wichtig. Konstruktionsdetails sind strengstens zu beachten.

Die Statik

Die Statik hat viele zu beachtende Details, da der Stein durch die dünnen Stege und die integrierte Dämmung ein relativ geringe Druckdichte aufweist. Es wird daher recht viel Beton und Stahl verbaut.

Dabei sind 13 Stahlbetonstützen, 3 Mega-Unterzüge und 5 Stahlstützen, die die Last des Hauses übernehmen. Weiterhin ist in der Garage ein Stahlträger mit den Maßen 6200 x 250 x 250 mm vorgesehen (L x B x H).  Alleine das Teil wiegt schon fast eine halbe Tonne. Die Fundamente sind alle bewehrt und frostfrei gegründet. Dabei sind Fundamentbreiten von bis zu 800 mm vorgesehen und im Außenbereich 800 mm Tiefe. Die Bodenplatte ist natürlich auch bewehrt mit Stahlmatten (Q188A). Die Bewehrung der Bodenplatte und die 13 Stahlbetonstützen werden dazu noch verschweisst (zwingend erforderlich), da Sie teilweise auch als Zuganker dienen. Auf absolute Reduzierung der Wärmebrücken legt der Bauherr natürlich wert. Der Anschluß Bodenplatte zur Garage wird daher im Bereich der Garage extra gedämmt. Mit dem Statiker habe ich noch auskaspern lassen, daß die Steine im Anschlußbereich Bodenplatte 4 cm über die Kante der Bodenplatte gesetzt werden. Dadurch wird erreicht daß die Dämmung im Bereich der Bodenplatte (6cm) nur 2 cm übersteht. Durch den Putzauftrag von 2 cm ist somit eine glatte Wand im Bereich des Sockels gegeben.
Ansonsten erhalten die Fenster noch spezielle Wärmedämmstürze. Diese Stürze sind mit Perlite gefüllt und bieten beste Wärmedämmwerte. Wir verbauen zwar auch Außenjalousien, aber mit Raffstorekästen wollte ich auch mehreren Gründen nicht arbeiten. Zuerst mal:

  1. Die bis dato angebotenen Raffstorekästen sind unbezahlbar!
  2. Die Wärmedämmwerte sind nicht soo toll..
  3. Die Raffstorekästen sind zu hoch, und wir müssten die Fenster verkleinern
  4. Mit Vorsatzraffstoren sind Wärmebrücken ausgeschlossen, und innen kann im Bereich des Fensteraufbauprofils mit Styrodur nachgedämmt werden.

Nicht zu vergessen sind natürlich die Eckfenster. Hier werden in die Ecken Stahlstützen mit 60 mm Breite eingesetzt. Durch den Stein ist nicht nur oben, sondern auch unten ein Stahlbetonpolster nötig, welches die Last auffängt. Der Stein würde sonst einfach auseinanderbröseln. In die Schalung wird natürlich überall noch die außenseitige Dämmung eingelegt. Weitere Detailausführungen spare ich mir mal, da ich nicht weiß ob das noch verstanden wird 🙂 Der Statiker hatte schon genug Spaß mit mir….

Die Elektro-Installation

Beispiel KNX Schaltschrankhttp://www.knx-hausblog.de/wp-content/uploads/2011/05/knx_beispiel-150x150.jpg 150w, http://www.knx-hausblog.de/wp-content/uploads/2011/05/knx_beispiel-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />

Die Außenjalousien (Raffstoren) werden überwacht mit einer Wetterstation, somit werden die empfindlichen Lamellen vor zuviel Wind geschützt, indem Sie bei einer bestimmten Windgeschwindigkeit hochgefahren werden. Außerdem kann die Raumtemperatur angepasst werden, indem die Lamellen nach dem Sonnenstand verstellt werden. Ein angenehmes Raumklima und ein Takten der Wärmepumpe wird damit weitgehend vermieden. Stromeinsparung ist die logische Folge. Die Türen und Fenster bekommen Magnetkontakte, dadurch wissen die Raffstoren, wenn ein Fenster oder eine Tür aufgeht, geht auch die Lamelle nach oben. Wird das Fenster wieder geschlossen, wird der Raffstore wieder die automatische Beschattung übernehmen.

Ein I-PAD wird als Visualisierung abnehmbar an einer Wandhalterung platziert. Damit kann man sich einen Überblick über das Haus verschaffen, Lichter an- und ausschalten. Die Temperatur anheben, Steckdosen ausschalten, Licht dimmen, die Garagentore öffnen, Raffstoren verriegeln und vieles mehr.

Selbst der Fernseher kann per IPAD bedient werden. Denn dafür gibt es eine App von Samsung. PS: Wird der Fernseher eingeschaltet, fahren die Jalousien nach unten und machen den Raum blickdicht. Außerdem haben somit Reflexionen keine Chance.

Ein weiteres Gimmick wird unsere Hausüberwachung werden. 3 Kameras, davon eine über der Haustür, eine in der Garage und die letzte als Übersichtskamera auf der Südseite an einer Laterne befestigt. Sie lassen einen von überall auf der Welt einen Blick auf das Haus werfen. Die Kamera in der Garage hat einen bestimmten Zweck. Dazu komme ich gleich noch.

Wenn der Postmann klingelt:
Wer kennt das nicht: Beide arbeitstätig und nach 16 Uhr Zuhause. Zettel am Briefkasten, Postmann war da, hat aber logischerweise niemanden angetroffen. Paket also beim Nachbarn abgegeben oder bei der Post abzuholen. „Nerv!!“
Das hat mit einem Bussystem wie bei uns ein Ende.

Postmann komm und klingel… Das Haus sucht nach Personen im Haus, schaut ob ein Handy (Anjas, oder meins) per Bluetooth zu erreichen ist. Ist das nicht der Fall, wird sofort eine Rufweiterleitung vom Festnetz auf beide IPhones geschaltet.
Ich bekomme den Skype-Video-Anruf, und die Kamera der Haustür übertragt das Bild. Nun kann ich mit dem Postmann sprechen. Der bekommt die Anweisung das Paket in die Garage zu legen. Dafür kann ich per Gira-App das Garagentor hochfahren lassen, und das Kamerabild in der Garage wird nun übertragen. Sobald das Paket abgelegt wurde, schliesse ich die Garage wieder und alle sind glücklich. Da wir durch unseren Shop fast täglich Ware bekommen, ist das eine äußerst sinnvolle Funktion, die eben nur mit einem vernetzten Haus möglich ist.

Die Heizung

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Bei uns wird eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung eingebaut. Dazu wird an 2 Stellen auf dem Grundstück ein 70 Meter tiefes Loch gebohrt. Darin werden die Sonden für die Wärmepumpe mit einem Spezialbeton verpresst. Nun wird aus den permanenten 10 Grad warmen Erdreich durch die Wärmepumpe unsere Heizenergie gewonnen. Das geschieht 1 zu 4. Das heißt aus einem Teil elektrischer Energie werden 4 Teile Heizenergie. Dieses ist das derzeit effizienteste Heizsystem, das zudem auch ohne fossile Brennstoffe auskommt. (Wir beziehen von der ÜWAG Strom aus 100 % regenerativen Energien) Der Heizungsbauer sagte uns, im Winter werden maximal 50 Euro im Monat an Heizenergie anfallen. Da wir auch noch einen kleinen Kamin einbauen wollen, haben wir auch noch die Möglichkeit extrem steigenden Energiepreisen entgegen zu wirken.

Fenster und Raffstoren

Im Haus werden Fenster von Gealan verbaut. Profile sind Gealan S 8000 IQ. Diese Fenster sind 3fach verglast und haben natürlich Passivhaus Niveau. Die 8 Kammer-Profile bieten beste Werte. Sodaß wir einen Glaswert von 0,7 und einen Gesamtfensterwert von 1,0 UGw haben. Die Fenster haben Kristallglas, da bei 3 fach Verglasung weniger Licht durckommt als bei 2-fach Verglasung.. Tja.. und was will Bauherr? LICHT !!


copyright Roma.de

Gruß Nico

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Ein Gedanke zu „Das Haus

  1. Hallo,

    habe Euren Bericht mit großem Interesse gelesen – scheine mit einer Reihe von Ideen und Gimmicks rund ums Haus nicht alleine zu sein 🙂
    Ein Kamerasystem zum Haus habe ich vor einer Weile auch eingeführt, dabei habe ich mit der Open Source basiertien Lösung Zoneminder und ein paar Modifikationen sehr gute Erfahrungen gemacht, d.h. mittlerweile sind 6 Kameras per Smartphone, Tablet oder PC jederzeit im raschen Zugriff.
    Über die Suche nach „Hausüberwachung und Straßenlaterne“ kam ich an diesen Artikel. Habt Ihr mit der Thematik Straßenlaterne und Kamera bereits Erfahrungen (u.a. rechtliche) sammeln können?

    Viele Grüße,
    Mark

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