Wie fange ich mit der Planung eines smarten Hauses an?

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Hier will ich euch ein paar kleine Tipps an die Hand geben.

 Ich habe mir die Räume im Haus aufgeschrieben und dann so etwas wie ein Lastenheft erstellt. Dabei habe ich berücksichtigt was in jedem Raum schaltbar sein soll und was nicht. Das habe ich nochmal aufgeteilt in „Must Have“ und „eher Luxus“

 So habe ich dann alle Räume abgehakt und beispielsweise schaltbare Steckdosen geplant oder Unterputzradio im Bad, Display als Touch im Wohnbereich und so weiter..

 Dann habe ich mir die Kanäle zusammen gezählt und Jalousien-Rolladen Kanäle ebenso.  Diese wichtige Basis war damit geschaffen.

 Ich hatte bis dato stehen:
17 Jalousien plus 3 Kippfenster elektrisch also kamen 3x  Gira-Jalousieaktoren zum Einsatz da insgesamt 24 Kanäle plus kleine Reserve. Weiterhin unverzichtbar bei Raffstoren ist die Wetterstation. Wichtig weil die Raffstoren bei Zuviel Wind Schaden nehmen könnten. Auch das Anfrieren der Raffstoren am Boden/Fensterbrett wird damit vermieden. Zerstörung wäre die Folge..

Schaltbare Steckdosen habe ich 28 derzeit. Ich hatte mit 24 geplant, das war dann zu wenig.

Bestellt wurden erstmal 3 Gira-Schaltaktoren mit Strommessung. Strommessung war mir wichtig, da auch gemessen werden kann ob ein Verbraucher gerade viel oder wenig zieht/im Standby ist oder eben nicht. So kann ich bei der Abzugshaube zum Beispiel das Kippfenster öffnen wenn die Haube läuft und der Ofen an ist. Da die Haube nur 4 Watt zieht wenn Licht am ist kann man das prima einstellen. Sonst würde bei nur Licht auch das Fenster geöffnet. So mache ich das mit Meldung Lastüber-/Unterschreitung.

 Dann plante ich Geräte die eh benötigt werden. Gira-IP-Router, Spannungsversorgung 640mA, Gira-USB-Datenschnittstelle als Unterputzvariante solange der Router noch nicht läuft. Weiterhin habe ich allen Fenstern Binäreingänge spendiert welche die Reedkontakte abfragen die ich mit habe einbauen lassen. Diese sind sehr teuer, daher habe ich die Fenster in den Räumen zusammengeschaltet. Ich kann daher eben nicht unterscheiden welches Fenster in welchem Raum auf ist, sondern nur das in jenem Raum eines der Fenster auf ist. Bis heute bin ich damit gut gefahren. Auch ob gekippt oder nicht war es mir nicht wert soviel Geld für teure Binäreingänge auszugeben.

 Was in keinem Fall fehlen sollte war eine Logikengine. Ich entschied mich für die Wollmilchsau nämlich den . Dieses Gerät ist recht teuer, bietet aber viel für das gebotene Geld. Die Möglichkeiten sind schier unendlich..außerdem ist dort mit dem Quad-Client in recht kurzer Zeit eine ansehnliche Visualisierung zusammen geklickt.  Außerdem gibt es da eine rege Community im KNX-User-Forum die aktuell zum Beispiel gerade die XXAPI2 entwickelt. Die ist ein HTML5 Client mit ziemlich coolen Funktionen die auf nahezu allen Endgeräten gut laufen sollte. Auch kann mit dem Homeserver eine Webabfrage erstellt werden, oder Verbräuche errechnet und visualisiert werden. Alles in allem ein robustes Teil ohne Lüfter das bei mir noch nie Zicken gemacht hat.

Meine Lichtinstallation habe ich mittels Dali-Gateway gelöst. Rein auf Led wollte ich nicht setzen, da die Controller und vernünftige Led-Leuchten zu teuer waren. So konnte ich für richtig helles Licht auf Neon setzen oder eben auf Halogen. Da die Beleuchtung im Haus ja bekanntlich nur rund 5 Prozent Stromanteil ausmacht habe ich da auf etablierte Technik gesetzt die auch bezahlbar ist. Zum Vergleich.. Ein Halogen-Dali Trafo kostet 35 Euro.. Für Led Technik legt man locker 100 Euro hin. Das muss sich erst mal amortisieren. Für mich nicht rentabel.

 Solltet ihr bezüglich Planung ein paar Fragen haben stehe ich euch natürlich unter meiner Email-Adresse Info@knx-hausblog.de zur Verfügung.

 Grüße Nico

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Nico Schymanski

technikinteressierter Blogger der seine Smart-Home Erfahrungen gerne teilt

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